Meine Straßen-Serie zeigt einfache, ästhetische und aufgeräumte Kompositionen, die jeder kennt.
Eine Straße ist eine Verbindung von hier nach dort. Betrete ich diese Straße, bin ich „weder hier noch dort“, ich bin auf dem Weg.
Fühle ich mich ganz in die Straße hinein, bekomme ich einen Eindruck von ihrem Wesen. Zum Beispiel ist sie eine Verbindung von hier zum nächsten Rastplatz. Aber diese Straße geht auch in die nächste Straße über und diese geht wieder in die nächste Straße über.
Man kann also sagen, mein Stück Straße ist mit jedem Stück anderer Straße, in jeder Richtung, bis zum Meer verbunden. Es ist ungefähr so, wie mit dem elektrischen Strom: Drücke ich den Lichtschalter, geht in der gleichen Sekunde in Florenz das Licht an. So verhält es sich auch mit der Reisegeschwindigkeit der Vorstellungskraft. Der Strom steht in der elektrischen Leitung, wie tausende von Murmeln in einem Schlauch dicht an dicht. Schalte ich das Licht ein, fließt nicht der Strom von hier bis nach Florenz, sondern man schiebt nur hier eine Murmel in den Schlauch hinein und in Florenz wird eine andere aus dem Schlauch herausgedrückt. Das heißt, bezogen auf meine Straße, betrete ich hier die Straße, bin ich in der gleichen Sekunde mit Florenz verbunden. Und auch gleichzeitig mit allen anderen Zielen auf meiner Straße und auf allen anderen Straßen.
Doch auf meinen Straßenbildern geht es noch weiter. Straße und Himmel sind meist in der selben Farbe gemalt. Die Verbindung geht also auch im Himmel weiter.












